Fatty Liver Index (FLI): Bedeutung, Einordnung und Grenzen
Der Fatty Liver Index (FLI) ist ein Screening-Wert zur Einschätzung einer möglichen Fetteinlagerung in der Leber.
Auf dieser Seite erfährst du, was dein FLI-Ergebnis bedeutet – und was nicht.
Was dein FLI-Ergebnis bedeutet – und was nicht
Der Fatty Liver Index ist ein wissenschaftlich etablierter Screening-Score. Er hilft dabei, anhand ausgewählter Körpermaße und Laborwerte einzuschätzen, ob eine Fetteinlagerung in der Leber wahrscheinlich ist.
Der FLI ersetzt keine ärztliche Diagnose, kann jedoch dabei helfen, Stoffwechselrisiken frühzeitig sichtbar zu machen und ein Ergebnis besser einzuordnen.
Diese Seite dient der sachlichen Orientierung.
Was ist der Fatty Liver Index (FLI)?
Der FLI ist ein rechnerischer Wert, der auf folgenden Parametern basiert:
Körpergewicht und Körpergröße
Taillenumfang
Triglycerid-Wert im Blut
GGT-Wert (Leberenzym)
Aus diesen Daten wird ein Score zwischen 0 und 100 berechnet, der die Wahrscheinlichkeit einer Fetteinlagerung in der Leber widerspiegelt.
Was der FLI kann – und was nicht
Was der FLI leisten kann
frühe Stoffwechselveränderungen sichtbar machen
eine Orientierung bieten, ob ein erhöhtes Leberfett-Risiko vorliegt
helfen, gezielt über Lebensstilfaktoren nachzudenken
Was der FLI nicht ist
keine Diagnose
kein Ersatz für Ultraschall, Laborabklärung oder ärztliche Beurteilung
keine Aussage über Entzündungsgrad oder mögliche Leberschäden
Warum Leberfett relevant ist
Eine Fetteinlagerung in der Leber entsteht häufig schleichend und bleibt lange symptomlos.
Sie steht jedoch in engem Zusammenhang mit:
Insulinresistenz
erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten
Bauchfett
einem langfristig erhöhten Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die gute Nachricht:
Die Leber ist ein sehr regenerationsfähiges Organ.
Was Leberfett beeinflusst
Leberfett entsteht nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Einflüsse, darunter:
Energiezufuhr und Zusammensetzung der Ernährung
Bewegungsverhalten
Alkoholmenge
Schlaf, Stress und Tagesstruktur
zeitliche Dauer der Belastung
Deshalb gibt es keine pauschale Lösung, sondern unterschiedliche sinnvolle Ansatzpunkte – abhängig von Ausgangslage und Alltag.
Mögliche Vorgehensweisen
Zur Reduktion von Leberfett kommen unter anderem infrage:
schrittweise Anpassungen im Alltag
strukturierte Ernährungs- und Bewegungsprogramme
zeitlich begrenzte, klar definierte Interventionen
Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren ab und sollte ruhig, fundiert und alltagstauglich gewählt werden.
Ein Wort zur Einordnung deines Ergebnisses
Ein einzelner FLI-Wert ist eine Momentaufnahme.
Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern der Verlauf über die Zeit.
Wenn du deinen Wert zu einem späteren Zeitpunkt erneut berechnen möchtest, ist das im Rahmen eines erneuten Selbsttests möglich.
Zusammenfassung
Der FLI ist ein hilfreicher Orientierungswert
Er zeigt Risiken auf, stellt jedoch keine Diagnose
Leberfett ist häufig reversibel
Ein strukturiertes Vorgehen ist wirksamer als unkoordinierte Einzelmaßnahmen
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Abklärung, können jedoch helfen, gesundheitliche Zusammenhänge besser zu verstehen und informierte Entscheidungen zu treffen.
Weiterführende Informationen
Mehr zur Rolle der Leber im Stoffwechsel und zu möglichen Ansatzpunkten findest du hier: